Neuregelung des Bussenabzugs für Unternehmen und weitere Themen

Nach geltendem Recht ist die steuerliche Behandlung von Bussen, Geldstrafen und finanziellen Verwaltungssanktionen mit Strafzweck nicht explizit geregelt. Künftig werden solche Aufwandsposten steuerlich nicht mehr abzugsfähig sein. Ausgeschlossen sind auch Bestechungsgelder an Private sowie Aufwendungen, die mit Straftaten zusammenhängen. Abzugsfähig bleiben dagegen gewinnabschöpfende Sanktionen ohne Strafzweck. Diese Rechtsauffassung bestätigte das Bundesgericht bereits in einem Entschied am 26. September 2016, wonach finanzielle Sanktionen mit Strafzweck im geltenden Recht steuerlich nicht abzugsfähig sind. Die Neuregelung ist noch nicht in Kraft getreten.

Bei den natürlichen Personen gab es einen Vorstoss die Kinderdrittbetreuungskosten bei der direkten Bundessteuer auf CHF 25‘000 pro Kind zu erhöhen. In der Volksabstimmung vom 27. September 2020 lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Erhöhung der Kinderabzüge mit 63,1 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab. Der allgemeine Abzug pro Kind bleibt somit bei 6500 Franken. Auch der Abzug für die Kosten der Drittbetreuung in Höhe von 10’100 Franken bleibt bestehen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben mit der Ablehnung der Vorlage zugunsten des Bundeshaushalts entschieden, denn die Vorlage hätte Einbussen bei den Steuereinnahmen von 380 Millionen Franken bedeutet.

Im Beitrag wird schliesslich die geplante Neuregelung der Rückforderung der Verrechnungssteuer auf Erbschaftserträgen dargestellt.

Ganzen Artikel als PDF öffnen